Aktuelles zum Kaufmann für Büromanagement (Juli 2013)

 

KWB-Newsletter-Bezieher 23. Juli 2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

der neue Beruf Kaufmann/frau für Büromanagement kann zum 1. August 2014 in Kraft treten. Damit werden die drei bestehenden Berufe Bürokaufmann/frau, Kaufmann/frau für Bürokommunikation und Fachangestellte/-r für Bürokommunikation (ö.D.) zu einem Beruf zusammengefasst.

 

Am 18. Juli 2013 wurde die Gemeinsame Sitzung von Bund und Ländern zur Abstimmung der Ergebnisse des Neuordnungsverfahrens „Büroberufe“ fortgesetzt und erfolgreich abgeschlossen. Dabei ist es insbesondere gelungen, die noch bestehenden Differenzen zur Ausgestaltung der „mündlichen Prüfung“ zu überwinden und eine einvernehmlich verabschiedete Lösung zu finden.

 

Nähere Information können Sie der beigefügten Präsentation von Wilfried Malcher, Handelsverband Deutschland (HDE), der arbeitgeberseitig der Federführer im Neuordnungsverfahren war, entnehmen.

 

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es im weiteren Verfahren (vor allem der Behandlung in den BIBB-Gremien, der Rechtsförmlichkeitsprüfung des Bundesministeriums der Justiz) bis zur endgültigen Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt noch zu Veränderungen kommen kann. Die rechtsverbindliche Verkündigung der neuen Ausbildungsordnung mit sachlicher und zeitlicher Gliederung im Bundesgesetzblatt ist für November 2013 vorgesehen. Der Rahmenlehrplan muss noch von der Kultusministerkonferenz beschlossen werden und wird danach auf www.kmk.org veröffentlicht.

 

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Hollstein
Geschäftsführer

 

 

KWB-News Aus- und Weiterbildung24.09.2012

 

Neuer Büroberuf ab August 2014

Der neue Büroberuf Kaufmann/-frau für Büromanagement tritt voraussichtlich zum 1. August 2014 in Kraft. Diese Festlegung schafft Klarheit für Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen, die damit für die Planung vorbereitender Maßnahmen (Informationsarbeit, Entwicklung von Umsetzungshilfen, neue betriebliche Ausbildungspläne, Umstellung in Berufschulen auf das Lernfeldkonzept usw.) mehr Vorlaufzeit bekommen. Insgesamt müssen rd. 30.000 Ausbildungsbetriebe mit aktuell 90.000 Ausbildungsverhältnissen in den derzeitigen Büroberufen erreicht werden. Im Jahr 2013 werden somit weiterhin Ausbildungsstellen in den Berufen Bürokaufmann/-frau, Kaufmann/-frau und für Bürokommunikation sowie Fachangestellte/r für Bürokommunikation besetzt. Mit der Veröffentlichung der Verordnung im Bundesgesetzblatt ist im Spätsommer 2013 zu rechnen.

Weitere Informationen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Artikel FAZ.net (Beruf und Chance vom 18. April 2012)

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/neuordnung-der-ausbildung-abschied-vom-buerokaufmann-11716084.html

Aus Drei mach' Eins: Neuer Beruf "Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement"

Einer der größten Bereiche der dualen Berufsausbildung mit gut 90.000 Ausbildungsverhältnissen - darunter rund 68.000 Frauen - wird grundlegend modernisiert. Unter Federführung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) starten jetzt die Sachverständigen der Sozialpartner in Zusammenarbeit mit Bund und Ländern die Neuordnung der Büroberufe. Statt der Ausbildung der Bürokaufleute, der Kaufleute für Bürokommunikation und der Fachangestellten für Bürokommunikation soll ein einheitlicher neuer, dreijähriger Ausbildungsberuf entstehen. Als Berufsbezeichnung ist "Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement" vorgeschlagen. Der neue Ausbildungsberuf soll am 1. August 2013 oder 2014 in Kraft treten. Dieser Zeitrahmen stellt sicher, dass die Qualität der Arbeit der Sachverständigen und die anschließende aufwendige Neuorganisation der Ausbildungsgänge in Betrieben und Schulen nicht durch Zeitdruck beeinträchtigt werden.


"Durch die Zusammenlegung bislang verschiedener Büroberufe zu einem neuen einheitlichen Beruf mit Differenzierungsmöglichkeiten im Bürobereich entsteht ein attraktives, klar strukturiertes und modernes Angebot für unterschiedliche Branchen", betont BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser. "Breit angelegte Berufe mit Differenzierungsmöglichkeiten erhöhen die Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt für beide Seiten. Darüber hinaus sind sie in Zeiten sinkender Schulabgängerzahlen im dualen System besser zu organisieren als viele kleine Nischenberufe. Das gilt insbesondere für den Berufsschulunterricht." Deshalb werde das BIBB künftig auch verstärkt auf die Entwicklung von Berufsfamilien oder Berufsgruppen hinwirken. Esser: "Unterschiedliche Berufe mit gleichen oder ähnlichen Ausbildungsinhalten werden hier in Beziehung zueinander gesetzt, um Synergieeffekte bei der Ausbildungsdurchführung zu erreichen. So wird die horizontale Durchlässigkeit zwischen den Berufen, einschließlich der Gewinnung neuer Schnittstellenqualifikationen, verbessert."


Das BIBB hatte mit einer Evaluation der Büroberufe schon frühzeitig Veränderungsbedarf bei diesen aus den Anfängen der 1990er-Jahre stammenden Berufen festgestellt und Vorschläge an die Berufsbildungspraxis unterbreitet. Die Sozialpartner haben sich mit den zuständigen Bundesministerien nun auf wesentliche Eckpunkte der Ausbildung geeinigt. Das neue Berufsprofil ist gekennzeichnet durch Büro- und Geschäftsprozesse, die durch mindestens zwei Wahlqualifikationen mit einer Dauer von jeweils fünf Monaten ergänzt werden. Nicht gewählte Wahlqualifikationen sollen grundsätzlich auch als Zusatzqualifikation vermittelt und geprüft werden können. Die Abschlussprüfung soll künftig "gestreckt", das heißt in zwei Teilen erfolgen. Die Einzelheiten werden durch die Sachverständigen ausgearbeitet.

Parallel dazu wird die Kultusministerkonferenz einen neuen Rahmenlehrplan für die schulische Ausbildung erarbeiten, der die bisherige Fächerorientierung zugunsten einer verstärkten Handlungsorientierung auf eine neue pädagogische Grundlage stellt.


Das BIBB wird im Anschluss an das Neuordnungsverfahren umfangreiche Informationen als Umsetzungshilfen bereitstellen, um das Ausbildungspersonal bei der Planung und Durchführung der neuen Ausbildung zu unterstützen.


Um die Mobilität der Beschäftigten zu steigern, wird das Berufsprofil in einer EUROPASS-Zeugniserläuterung auch in Englisch und Französisch übersetzt werden.
Als Informationsangebot hat das BIBB eine Internetseite zur fortlaufenden Dokumentation des aktuellen Verfahrensstandes eingerichtet: www.bibb.de/neuordnung-bueroberufe